Kurzgeschichten

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Kurzgeschichten

Beitrag von Marlin am Sa Jul 25, 2015 8:36 pm

Ich möchte euch dann einmal an meinen gedanklichen Geschichten teilhaben lassen und hoffe sie gefallen euch..
Über Kritik, Anregungen oder einfach eure Meinungen würde ich mich sehr freuen.. :3

Anfangen werde ich mit einer Geschichte, die ich schon vor einer Weile geschrieben habe, die ich aber gerne mit euch teilen möchte.
Als ich sie mir jetzt noch einmal durchgelesen habe, dachte ich zwar an manchen Stellen:
"Was zum Teufel hast du dir da gedacht... ", aber ich dachte ich lasse das einfach mal so für euch.. xD

Achtung Achtung, jetzt geht es los:




Nemor zog tief die Luft durch seine Nüstern. Tannennadeln, alte Blätter und.. Reh.
Ein tiefes Grollen entschlüpfte seiner Kehle. Endlich wieder Futter.
Vorsichtig schlich er weiter durch das Unterholz und zog immer wieder die Luft prüfend ein.
Er näherte sich.
Dann tauchten sie vor ihm auf.
Unwissend und friedlich ästen sie auf einer kleinen Waldlichtung.
Nemor drückte seinen Körper flach auf den Boden, nur sein schuppiger Schwanz zuckte vor Vorfreude.
Er tastete sich weiter vor.
Die Rehe beachteten ihn nicht.
Noch ein kleines Stück.
Sie waren völlig ahnungslos.
Nur noch ein paar Schritte und er konnte sie mit einem gewaltigen Sprung anfallen und seine Zähne in ihr saftiges Fleisch bohren.
Nur noch ein klein wenig näher.
Plötzlich hoben die Rehe ihre Köpfe, ihre Ohren richteten sich alle in eine bestimmte Richtung.
Ein lauter Warnruf erscholl, dann sprangen sie in größter Panik davon und waren in sekundenschnelle Nemors Blick entschwunden.
So ein Ärger.
Was auch immer die Panik der Rehe verursacht hatte, es brachte Nemor um seine wohl verdiente Mahlzeit.
Er horchte.
Irgendetwas war anders als sonst.
Es knackte im Gebüsch.
Ein Schrei ertönte, dann brach ein Drachenweibchen aus dem Unterholz. Es keuchte stark und Blut tropfte von ihrer Flanke. Sie humpelte noch ein paar Schritte vorwärts, dann blieb sie stehen und blickte sich unsicher um. Mit einem Seufzen ließ sie sich zu Boden fallen und blieb bewegungslos liegen.
Nemors Neugier war geweckt.
Vorsichtig tapste er näher an das Drachenweibchen heran, zog immer wieder ihren Geruch ein.
Sie schien schwer verletzt.
Mit einem Ruck drehte das Weibchen ihren Kopf zu ihm und entblößte eine Reihe scharfer Zähne.
„Verschwinde!“
Nemor zuckte zurück, doch seine Neugier war stärker.
„Warum? Was hast du? Wer hat dir das angetan?“
Sie keuchte und ließ ihren Kopf wieder auf den Waldboden sinken.
„Das geht dich nichts an.“
Nemor legte den Kopf schief.
„Du bist in meinem Wald, also doch, irgendwie schon.“
„Das tut mir Leid. Ich muss mich nur etwas ausruhen. Dann bin ich auch schon wieder weg.“
„So meinte ich das nicht. Bleib ruhig liegen, ich werde für dich jagen gehen.“
Und so huschte Nemor davon. Er war der festen Überzeugung, dass ein saftiges Stück Reh die Lebensgeister der Drachendame wieder erwecken würden.
Also begann die Jagd erneut.
Er musste diesmal besonders schnell einen Erfolg verbuchen , denn er wollte seine Artgenossin nicht zu lange allein lassen.
Der junge Drache durchforstete den Wald nach dem Rudel und wurde endlich fündig.
Mit einem jungen Rehbock im Maul, kehrte er zu der Lichtung zurück, an der er die Drachendame zurück gelassen hatte.
Sie war weg.
Unsicher sah er sich um: „Wo bist du?“
Er ließ den Rehbock fallen und schnüffelte. Ihr Duft lag noch in der Luft.
Doch ein anderer Geruch mischte sich unter ihren.
Er roch giftig, ätzend.
Nemor spürte die Gefahr, bevor er sie sah.
Voller Angst begann er zu rennen, breitete seine Flügel aus und versuchte ab zu heben.
Ein gefährliches Knurren erklang hinter ihm.
Der faulige Geruch breitete sich immer mehr aus, das Gras unter Nemors Füßen verlor seine satte grüne Farbe und begann zu welken, die Bäume ächzten qualvoll und ließen ihre Blätter fallen.
Nemor schüttelte den Kopf, der Geruch vernebelte seine Sinne und ließ ihn schwanken.
Die Kreatur hinter ihm kam immer näher.
Er musste endlich abheben.
Panisch schlug er mit den Flügeln und endlich verlor er den Boden unter seinen Füßen.
Er streckte den Kopf gen Himmel und wich so gut es ging den breiten Ästen der Bäume aus.
Doch der Geruch umwaberte seine Sinne, sodass er mehr als einmal fast gegen einen Baum geprallt wäre.
Aber endlich, endlich konnte Nemor den Himmel durch das Blätterdach schimmern sehen. Er hatte es geschafft. Er hatte es wirklich geschafft.
Das Drachenmännchen hob den Kopf noch weiter in den Himmel und konnte klare Luft um seine Nüstern spüren.
Nach einem weiteren Flügelschlag konnte er bereits mit den Vorderbeinen die Baumkronen von oben berühren. Nemor drehte sich nach Westen, in Richtung der Berge. Er wusste das hinter den hohen Kuppen ein anderer Wald war, in dem er sich verstecken konnte.
Er hob seine dunkelgrünen Flügel, um weiter an Höhe zu gewinnen, als ihn etwas am Schwanz packte.
Mit einer ungeheuren Kraft wurde er nach unten gerissen und schrie auf.
Hart schlug er auf den Boden auf.
Benommen blieb er liegen, obwohl sich alles in seinem Körper dagegen wehrte.
Er musste wieder auf die Beine kommen.
Er musste fliehen.
Ein riesiger Fuß umklammerte Nemors Körper und schnürte ihm die Luft ab.
„Ich werde dich töten.“
Panisch wandte sich der junge Drache unter dem Fuß seines Angreifers, doch er kam nicht frei.
Mit letzter Kraft hob er den Kopf und biss in das Bein seines Feindes, so fest er konnte.
Dieser schrie auf, doch lockerte er nicht seine Klammerhaltung.
„ Du dummer kleiner Narr, das wird dich nicht retten. Ich werde dir genüsslich jedes kleine Fünkchen Leben aus dem Leib quetschen.“
Er drückte Nemor noch fester auf den Boden.
„Nun sag Lebewohl.“
Noch immer umschloss der Kiefer Nemors das Bein seines Angreifers. Er konnte nicht loslassen. Er musste es weiter probieren. In seinem Kopf schlugen die Gedanken wild um sich. Er wollte nicht sterben.
Wie ein Pfeil schoss plötzlich ein grüner Schatten durch die Bäume und traf die Kreatur am Hals. Mit Krallen und Zähne zerfetzte es die Haut an der Kehle, stieß sich dann kraftvoll ab und landete neben Nemor.
Gurgelnd hob die Kreatur seine Kralle, schwankte kurz.
„Flieg, du musst fliegen!“
Nemor rappelte sich auf. Seine Flügel schmerzten unter der Anstrengung, als er seinen Körper nach oben wuchtete.
„Höher, los!“
Unter sich hörte er ein schweres Keuchen und wusste, dass er nicht der einzige war, der vor der Kreatur floh.
Unter Nemor erscholl ein tiefes und gefährliches Grollen, dass sich zu einem angst einflößenden Fauchen steigerte.
„Ich kriege euch, ich werde euch zerreißen. Zerfetzen. Wartet es nur ab, ich komme.“

Nemor wusste nicht, wohin er flog, er folgte einfach den leitenden Worten, die ihn anwiesen Richtung Berge zu fliegen.
Als es dunkel wurde, sank er erschöpft und überfordert auf einen Felsvorsprung, der weit über einen Steilhang reichte.
„Es tut mir Leid.“
Nemor wandte den Kopf.
Die Drachendame hatte sich neben ihm niedergelassen, ihre Flanken hoben und senkten sich unter der gewaltigen Kraftanstrengung, die sie bis eben durchgestanden hatte.
Das Blut an ihrer Wunde war inzwischen verkrustet, doch konnte sie ihr hinteres Bein immer noch nicht benutzen.
„Du hat mich gerettet“, wandte Nemor ein.
„Nein. Ich habe dich in ein grässliches Leben getrieben. Du wirst nie wieder unbesorgt sein können. Es wird dich jagen, wie es mich jagt. Es kennt kein Vergeben, kein Vergessen. Du wirst für immer auf der Flucht sein.“
Nemor blickte den Abhang hinunter. Wenigstens  hier war er in Sicherheit. In diese Höhe konnte es nicht kommen.
Seufzend drehte er den Kopf zu seiner Artgenossin, die schwer atmend auf dem kalten Stein lag.
Er konnte ihren Duft so deutlich riechen, dass ein innerer Feuerball in ihm zu erwachen schien.
Behutsam legte er sich neben sie und breitete einen Flügel über sie aus.
In weiter Ferne erkannte er die Baumkronen seines Waldes, in dem er ein Zuhause gefunden hatte.
Nun war er auf der Suche nach einer neuen Heimat.
Grummelnd legte er den Kopf auf die Steinplatte unter ihm.
Wenigstens den Rehbock hätte Nemor zu gerne noch verspeist.
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Re: Kurzgeschichten

Beitrag von Fumasu am Sa Jul 25, 2015 9:54 pm

Hallo Marlin.
Ich bin kein guter Kritiker für Geschichten daher kann ich dir nicht alll zu viel Kritik geben.

Mir Persönlich hat die Geschichte gefallen und ich würde auch gerne weiter lesen wenn sie nicht schon zuende wäre. Der Lesefluss ist gut und der Text ist angenehm zu lesen. Der Inhalt ist für mich Interessant und auch nicht langweilig.

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Re: Kurzgeschichten

Beitrag von Marlin am So Jul 26, 2015 8:18 pm

Mir reicht es auch schon, wenn du mir deine Meinung zu der Geschichte schreibst, es ist für mich sehr interessant zu erfahren, wie andere die Geschichten sehen, wie sie auf andere wirken und welche Gedanken und Gefühle sie bei ihnen auslösen.

Das dir die Geschichte gefällt, freut mich sehr, vorallem wenn sie dich dazu animieren würde noch weiter zu lesen.. dann scheint mein Schreibstil ja doch recht angenehm zu sein..
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Re: Kurzgeschichten

Beitrag von JuniWonderland am So Jul 26, 2015 8:47 pm

Deinen Schreibstil finde ich auch sehr angenehm Very Happy
Die Geschichte an sich ist leider etwas, was ich eigentlich nicht lese; ich wollte dir aber unbedingt Feedback geben ^^
Mir gefällt der Einstieg in die Geschichte sehr gut, man hat gleich eine Verbindung zu dem Charakter, die Spannung baust du auch sehr gut auf.
Das Ende ist klasse, du wiederholst dabei Motive auf den Anfang, dadruch wird das ganze schön rund Very Happy

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Re: Kurzgeschichten

Beitrag von Azschrael am Mo Jul 27, 2015 2:57 pm

Uii, jemand der Schreibt!
Wie schön!

Ich fand es toll das man sich zu beginn erst denken konnte was für ein Tierchen der Charakter ist und du nicht gleich mit "Ein Drache" herausgepetzt bist. Sowas find ich gut. Ich weiss noch nicht genau ob ich es gut finde das ich noch immer nicht weiss, was das böse Untier für ein Ding war... Dazu bin ich einfach zu neugierig.
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Re: Kurzgeschichten

Beitrag von Blondengelsche am Mo Jul 27, 2015 3:36 pm

Ich kann auch nicht wirklich Geschichten analysieren und hab sowas eigentlich auch noch nie gemacht.
Deswegen kannst du leider von mir keine konstruktive Kritik oder sowas bekommen. Ich kann dir nur
meine persönliche Meinung dazu sagen Wink

Ich fand die Geschichte ansich interessant zu lesen und mir hat es auch gefallen. Ich liebe Geschichten mit
Drachen sowieso Wink Man konnte die Geschichte auch flüssig lesen, aber eine Sache hat mich um ehrlich zu
sein etwas gestört. Und zwar die kurzen Sätze der Geschichte. Ich bin ein Freund von langen Sätzen und
schreibe meist auch lange Sätze. Vielleicht liegt es nur an meinem eigenen Geschmack Wink

Ich würde auch gerne wissen von wem die Drachen gejagt werden Very Happy Vielleicht sogar von Menschen?

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Re: Kurzgeschichten

Beitrag von Fumasu am Mo Jul 27, 2015 6:34 pm

@Azschrael schrieb:Ich fand es toll das man sich zu beginn erst denken konnte was für ein Tierchen der Charakter ist und du nicht gleich mit "Ein Drache" herausgepetzt bist.

Genau das fand ich auch sehr gut. Ich habe am anfang echt gedacht es sein ein Wolf oder Fusch. Doch dann kam herraus das es sich um ein Drache handelt.

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Re: Kurzgeschichten

Beitrag von Marlin am Mo Jul 27, 2015 10:24 pm

Ooh, vielen lieben Dank für eure Meinungen und Anmerkungen, dass hilft mir ungemein weiter..

Juni schrieb:Die Geschichte an sich ist leider etwas, was ich eigentlich nicht lese; ich wollte dir aber unbedingt Feedback geben ^^
Das finde ich aber sehr lieb von dir, dass du dir die Geschichte trotzdem "angetan" hast, das ehrt mich sehr.. :3
Was liest du denn an sich so für Geschichten? :-D

@Azschrael schrieb:Ich fand es toll das man sich zu beginn erst denken konnte was für ein Tierchen der Charakter ist und du nicht gleich mit "Ein Drache" herausgepetzt bist.
Jaa, so etwas mag ich auch nicht leiden, meine Charaktere bauen sich eigentlich immer erst mit der Geschichte auf. Manchmal übertreibe ich da allerdings auch etwas..

Kennt ihr "Drachenzähmen leicht gemacht"? Das böse Etwas hat in meiner Vorstellung gewisse Ähnlichkeit mit diesem Riesendrachen, welcher in diesem Berg hauste und gegen den dann am Ende alle gekämpft haben. Allerdings dachte ich mir, dass er kein Feuer spucken kann, sondern eine Art Giftnebel.
Da ich dieses eine Mal aber wirklich eine Kurzgeschichte schreiben wollte, habe ich mit verboten, mir da weitere Gedanken zu machen.. xD

@Blondengelsche:
Deine Meinung zu sagen ist ja schon konstruktive Kritik.
Natürlich kann man auch Rhetorik und das alles erarbeiten, aber ich persönlich finde solche Meinungen fast hilfreicher.. ^^

@Blondengelsche schrieb:Man konnte die Geschichte auch flüssig lesen, aber eine Sache hat mich um ehrlich zu
sein etwas gestört. Und zwar die kurzen Sätze der Geschichte. Ich bin ein Freund von langen Sätzen und
schreibe meist auch lange Sätze.
An sich mache ich das auch lieber, ich bin an sich ein wahrer Schachtelsatzmeister.. xD
Genau desshalb wollte ich es einerseits mal anders probieren und zweitens finde ich persönlich kann man damit auch sehr gut Spannung aufbauen, wenn es sozusagen so kurz und abgehackt klingt, also so Handlung auf Handlung auf Handlung. ;-)
Aber Geschmackssache ist das natürlich auch, ich freue mich trotzdem sehr darüber, dass du deine Meinung geschrieben hast..
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Re: Kurzgeschichten

Beitrag von Veboshi am Mo Jul 27, 2015 10:45 pm

Die Geschichte ist echt super! Very Happy Boah... Will weiterleseeeen! >_____<

Ich kann den anderen nur beipflichten, du hast den Anfang super aufgebaut und dann immer mehr gesteigert, und der Abschluss ist auch wieder sehr rund. Very Happy Auch dass du einen am Anfang rätseln lässt, was das für ein Tier sein könnte, das du da beschreibst, finde ich echt toll! ^_^
Dieses Gift-Wesen... Das finde ich echt unheimlich o_o Und ich bin gespannt was es ist und warum es so einen Hass auf Drachen hat...

Gerade lese ich eine andere Geschichte korrektur. Auch diese hat kurze Sätze aber mal ehrlich: Deine ist um lääääängen besser :,D Sowas gutes hab ich echt schon lange nicht mehr im Internet gelesen... Entweder gerate ich nur an die falschen Schreiber oder viele habens einfach nicht drauf. xD
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Re: Kurzgeschichten

Beitrag von JuniWonderland am Di Jul 28, 2015 8:34 am

@Marlin schrieb:
Juni schrieb:Die Geschichte an sich ist leider etwas, was ich eigentlich nicht lese; ich wollte dir aber unbedingt Feedback geben ^^
Das finde ich aber sehr lieb von dir, dass du dir die Geschichte trotzdem "angetan" hast, das ehrt mich sehr.. :3
Was liest du denn an sich so für Geschichten? :-D

Ich hab ein ganz anderes Lseverhalten im Internet, als bei richtigen Büchern xD
Ich lese dann zB wenig oder fast überhaupt kein Fantasy, was ich sonst aber schon tue :'D
Mit sprechenden Tieren konnte ich mich allerdings immer nur sehr schwer abfinden :'D

Ansonsten lese ich fast ausschließlich Fanfiction im Internet

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Re: Kurzgeschichten

Beitrag von Marlin am Mi Jul 29, 2015 9:53 pm

Vebooo.. also...  was soll ich denn da noch sagen??
Vielen lieben Dank..

@Veboshi schrieb:Dieses Gift-Wesen... Das finde ich echt unheimlich o_o Und ich bin gespannt was es ist und warum es so einen Hass auf Drachen hat...
Wuhuu, Ziel erreicht, es sollte vorallem so ein Gruselgefühl auslösen, so als ob man etwas sehr sehr Bösem gegenübersteht. Ein bisschen Angst hatte ich, dass es vielleicht zu klischeehaft wirken würde, aber wenn du ein gruseliges Gefühl bekommen hast, scheine ich es doch richtig gemacht zu haben.. :3
Allerdings habe ich mir verboten, mich noch weiter über diese Kreatur Gedanken zu machen, sonst hätte ich wieder eine angefangene Geschichte.. xD
Ich fand es auch einfach mal schön etwas schlicht böses zu erschaffen, ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, warum es so geworden ist etc.. ^^

@JuniWonderland schrieb:Ich hab ein ganz anderes Lseverhalten im Internet, als bei richtigen Büchern xD
haha, das ist ja ein witziges Phänomen.. xD
Ich muss sagen ich lese allgemein nicht gerne am PC, da bin ich echt froh, dass ihr euch das hier angetan habt.. xD
Sprechende Tiere haben es mir allerdings angetan, das wirst du wohl leider noch öfter bei mir zu hören bekommen.. im wahrsten Sinne des Wortes.. xD
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Re: Kurzgeschichten

Beitrag von Fumasu am Do Jul 30, 2015 1:12 am

@Marlin schrieb:Sprechende Tiere haben es mir allerdings angetan, das wirst du wohl leider noch öfter bei mir zu hören bekommen.. im wahrsten Sinne des Wortes.. xD

Ich würde das nicht mit leider beschreiben. Eheger gesagt ist es so. Es ist das was du schreiben willst ganz unabhänig davon ob das jemand mag oder nicht.
Ich finde das gehört zu einer Geschichte einfach dazu. Genau deshalb ist es ja auch eine Geschichte. Wir sind ja im prinzip auch Tiere.

Wie bereits gesagt ist das hier, in meinen Augen, eine sehr schöne Geschicht. Und ich würde auch liebend gerne weiter lesen. Ich bin da sehr gespannt darauf. Doch wenn du es nicht weiter schreiben möchtest ist das ok. Ich werde nur, ab jetzt nie wieder ruhig schlafen können. Ist natürlich nur ein scherz.

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Re: Kurzgeschichten

Beitrag von Marlin am Mo Mai 23, 2016 3:17 pm

Ich habe beim Aufräumen meiner Laptopdokumente noch eine Kurzgeschichte gefunden.
Also auch wieder eine etwas ältere... und vielleicht auch ein klein wenig kitschig angehauchte..



Die kleine Sonnenblume


Draußen, auf einer kleinen Wiese, stand eine Sonnenblume. Sie war noch ganz klein, hatte grade erst ihre Blüte vorsichtig aus dem Erdreich gestreckt und sah sich, noch etwas zerknittert, in der neuen Welt um. Links und rechts von ihr wuchsen grüne Gräser, die sie neugierig betrachtete, doch keiner der Halme antwortete auf ihr Hallo.
Mühselig hob sie das kleine Köpfchen um in den Himmel zu schauen. Plötzlich kitzelten warme Strahlen ihre Blütenblätter und entknitterten sie.
"Du bist lieb", rief die kleine Sonnenblume.
"Keine Sorge, ich kümmere mich gerne um dich", antwortete die Sonne.
Als es langsam dunkel wurde und die Sonne zu sinken begann, bekam die kleine Sonnenblume Angst.
"Bitte verlass mich nicht, du bist doch meine einzige Freundin!"
Die Sonne lächelte sie freundlich an: "Du brauchst keine Angst zu haben, ich komme wieder. Ich habe dir versprochen immer für dich da zu sein, also keine Angst, ich passe auf dich auf. Nun schlafe kleine Sonnenblume und wenn du wieder langsam munter wirst, bin ich schon längst an deiner Seite und wärme dich mit meinen Strahlen."
Die kleine Sonnenblume ließ beruhigt ihren Kopf hängen und schlief ein und tatsächlich, am nächsten Morgen, als sie erwachte, kitzelte die Sonne sie schon mit ihren Strahlen und liebkoste sie mit ihrer Wärme.
Vor lauter Freude darüber begannen die Blütenblätter der kleinen Sonnenblume noch intensiver zu strahlen und sie konnte ihren Blick gar nicht mehr von der Sonne losreißen und folgte so ihrem Lauf, bis es wieder dunkel wurde und sie schlafen ging.
Natürlich nicht ohne das Verspechen der Sonne abzuholen, dass diese auch am nächsten Tag wieder bei ihr sein würde.
So vergingen Monate und die kleine Sonnenblume wuchs zu einer wahren Schönheit heran, die aber nach wie vor nur Augen für die Sonne hatte.
Auch diese liebte ihre kleine Sonnenblume über alles und kümmerte sich jeden Tag mit einer Hingabe um sie, das die Blütenblätter der Sonnenblume alles in ihrer Umgebung überstrahlten.
Doch mit dem Erwachsenwerden änderte sich auch das Äußerere der Blume. In ihrer Blütenmitte wuchsen plötzlich Kerne. Viele Vögel kamen zu ihr und zerpflückten ihr Inneres.
Voller Scham wollte die Sonnenblume sich nicht mehr der Sonne zuwenden, doch diese kitzelte sie liebevoll mit ihren Strahlen.
"Auch wenn dein Inneres nicht mehr makellos ist, so bist du doch immer noch meine kleine Sonnenblume und dafür liebe ich dich..."
Doch die Sonnenblume wurde immer älter und älter und mit der Zeit verblassten die Farben ihrer Blütenblätter und voller Trauer ließ die Sonnenblume ihren Kopf hängen.
Doch wieder kitzelte die Sonne sie liebevoll mit ihren Strahlen:
"Auch wenn dein Äußeres nicht mehr makellos ist, so bist du immer noch meine kleine Sonnenblume und dafür liebe ich dich."
Doch die Zeit der Sonnenblume neigte sich dem Ende zu, sie wurde immer schwächer und schwächer und die verbliebenden Blütenblätter fielen ihr ab und sanken zu Boden.
Traurig blieb die Sonne jedoch an ihrer Seite und verließ sie nur des Nachts, mit dem Versprechen am Morgen wiederzukommen.
Dieses Versprechen gab der kleinen Sonnenblume Kraft, doch eines Morgens halfen ihr auch nicht die liebevollen Sonnenstrahlen, wieder auf die Beine zu kommen.
Voller Trauer kitzelte die Sonne sie und versuchte sie zu wärmen, doch es half nichts.
Mit letzter Kraft hob die Sonnenblume ihren Kopf: "Hier, in dieser Erde haben sich ein paar meiner Kerne versteckt, die die Vögel nicht gefunden haben. In einem Jahr werden sie aus dem Boden wachsen und brauchen Wärme und Licht, wie ich es damals getan habe. Ich bitte dich, liebste Sonne, pass auf meine Kinder auf, wie du auf mich aufgepasst hast, erzähl ihnen von mir und schenke ihnen wie mir Kraft und Mut. Ich liebe dich liebe Sonne und meine Kinder werden es auch tun, weil du so unendlich gut zu uns warst und uns nie enttäscht hast. Sei nicht traurig, denn egal, wo ich jetzt hinwandere, ich werde immer an dich denken."
Und mit diesen Worten verstarb die Sonnenblume und legte sich schützend auf ihre Kinder, die noch friedlich im Erdboden schlummerten.
Voller Trauer zog die Sonne sich hinter einem Schleier zurück und ließ ihren Tränen freien Lauf.
Sie wusste nicht, dass sie mit jedem Tropfen die Kinder ihrer Sonnenblume sanft wachrüttelte und ihnen so schon das Versprechen gab: Wachst und werdet aus der Erde geboren, dann werde ich immer für euch dasein, euch beschützen und euch mit meinen Strahlen wärmen, wie ich es bei meiner kleinen Sonnenblume getan habe...
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